Commemorating Rolando Panggo – Assassinated Human Rights Defender

Today we remember the birthday of Rolando Panggo, a human rights defender, who was allegedly murdered on November 29th, 2014.

Mr. Panggo worked as a community organizer for PM (Partido Manggagawa), a labor party dedicated to support farmers in their struggle to obtain their rights regarding agrarian and labor disputes.

Rolando `Lando` Panggo was assigned to support the Hacienda Salud Farm Workers Association (HASAFAWA) in 2013. During his work there, he was harassed, threatened and several suspects   attempted to bribe him and his family. Despite these obstacles he continued his work and struggle.

At around 6:30pm on November 29, Mr. Panggo was killed by gunshot when returning from a meeting in Isabela, Negros Occidental. His cousin witnessed the assassination, but could not identify the three perpetrators as his head was pressed to the ground during the killing. However, he heard the perpetrators say „you’re a nuisance, you’re interfering even with the landholdings“. Mr. Panggo’s death leaves behind his wife and seven children.

Mr. Panggo´s assassination was motivated to stop his human rights activism and his involvement with the HASAFAWA farmers and their struggle. His case is still being processed and we hope that justice will be served and those responsible will be held accountable for their crimes.

 

Our condolences go out to the family and friends and we hope to see the work he started to be continued in the future.

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Citra Mina

Human Rights Observation in Mindanao, Philippines

Am 25. Februar konnten die 43 philippinischen Fischer, die in Indonesien wegen illegalem Fischfang für sechs Monate inhaftiert waren, endlich wieder in ihre Heimatstadt General Santos auf Mindanao zurückkehren.

Ihr Fischerboot,  die Love Merben II, war ohne Fischfangerlaubnis und die Fischer ohne Ausweispapiere über die indonesische Seegrenze gefahren und wurde von der indonesischen Küstenwache gefasst. Die 43 Fischer wurden auf Ternate Island inhaftiert. Ihre Freilassung wurde durch die Bemühungen von SENTRO, der globalen Gewerkschaft IUF und dem Department for Foreign Affairs (DFA) erwirkt.

Herbert Demos, SENTRO Mitarbeiter und Mitglied des Rescue Teams berichtet über die Verhältnisse unter denen die philippinischen Fischer in Indonesien festgehalten wurden: “I am poor, and was raised in poverty, but I cannot eat what our compatriots were eating in Ternate. The rice they ate had more rice weevils (lice) than rice grains, but they had no choice. I learned that sometimes they quarreled over food…

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IPT announces verdict – Aquino and Obama found guilty of human rights abuses

It is now exactly one week ago, that farmers, laborers and activists marched through the streets of Manila announcing the verdict: President Benigno S. Aquino and the US government are found guilty of committing a whole range of human rights violations against the Philippine people. This was the outcome of the International People’s Tribunal (IPT) that was convened in Washington, D.C. this July 16 to 18. On the agenda: 262 documented cases of extra-judicial killings, 27 forced disappearances, 125 accounts of torture, 1016 illegal arrests and 60155 forced evacuation, all of which happened in the period between July 2010 and June 2015.

Among the cases discussed is the illegal arrest of Zara Alvarez, our long-term mandate partner, who was arrested in 2011 after uncovering numerous violations committed through members of the Armed Forces of the Pthhilippines. Considered a political prisoner she was detained for two and a half years but with the help of IPON achieved temporary liberty on bail in 2014. During her testimony at the IPT Zara said “I fear for my safety. But I continue to do my advocacy. But with extra precaution“.

While the verdict pronounced by the IPT has merely moral and symbolic strength, it can serve as a reminder to the Aquino administration and other perpetrators of human rights violations that their actions do not go unnoticed. In fact the enormous amount of evidence gathered at the IPT together with the expert evaluations and the assessment through human rights lawyers can be considered a solid basis for future prosecution of these crimes. The conveners of the IPT – the National Lawyers Guild, the International Coalition for Human Rights in the Philippines, the International Association of Democratic Lawyers and IBON International – will furthermore pass on the verdict to the two indicted governments, the United Nations and other International Organizations. It remains to be seen what effect this will have on the situation of individual human rights defenders such as Zara Alvarez, who still faces two trumped up charges against her.

For the full verdict click here.

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Freispruch für Menschenrechtler Tulawie: Pressemitteilung

Prozessbeobachtung beendet (Tulawie rechts; IPON-Beobachter links)

Prozessbeobachtung erfolgreich beendet (Tulawie rechts, IPON-Beobachter links)

Der Menschenrechtsverteidiger Cocoy Tulawie wurde gestern nach über 1283 Tagen im  Gefängnis vom Gericht freigesprochen – in allen beiden Anklagepunkten.  Seit Anfang 2013 begleitet IPON Herrn Tulawie im Gefängnis und während des Gerichtsverfahrens.

Pressemitteilung (vom 20.07.2015)

Philippinen: Menschenrechtsverteidiger „Cocoy“ Tulawie freigesprochen!

hier: pdf

Nach mehr als dreieinhalb Jahren wurde der philippinische Menschenrechtsverteidiger Cocoy Tulawie gestern vom Gericht in Manila freigesprochen. Philippinische und deutsche Menschenrechtsorganisationen begrüßten das positive Urteil.

Nach dem Freispruch: Menschenrechtsverteidiger Tulawie (mitte) mit Frau und Tochter

„Das ist ein unglaublicher Erfolg für Cocoy, seine Mitstreiter und Familie, jetzt ist er endlich frei. Wir hoffen, dass dieses Urteil auch eine Signalwirkung für weitere Fälle von kriminalisierten Menschenrechtsverteidiger_innen in den Philippinen hat“, sagt Johannes Richter von der Menschenrechtsorganisation International Peace Observers Network (IPON) erfreut.

Der Fall von Temogen ‚Cocoy‘ Tulawie stand beispielhaft für die Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger_innen in den Philippinen. Tulawie ist Begründer der Menschenrechtsorganisation BAWBUG in Mindanao und hat sich im Rahmen von verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen für die Demokratisierung lokaler Politik, Transparenz in der Regierung und für die Aufrechterhaltung der Bürgerrechte im Sulu- Gebiet engagiert. Seine Kampagnen enthüllten zahlreiche Menschenrechtsverletzungen, begangen durch die lokale Regierung. IPON geht davon aus, dass die Anklage gegen ihn politisch motiviert war, mit der Intention ihn an seiner Arbeit zu hindern. Gleichzeitig handelt es sich hier auch um politisch-motivierte Kriminalisierung, die weit verbreitet in den Philippinen ist.

„Das philippinische Justizsystem wird immer wieder missbraucht, um politisch unliebsame Individuen und Organisationen unter willkürlichen und frei erfundenen Anklagepunkten vor Gericht zu bringen. Diese Strategie ist besonders durch die Trägheit der philippinischen Justiz sehr effektiv und hat für die Betroffenen weitreichende sozio-ökonomische Folgen“, führt Johannes Richter weiter aus.

IPON beobachtete, neben der EU, mithilfe von freiwilligen Menschenrechtsbeobachter_innen den Gerichtsprozess und startete im Juni eine Online Petition, die sich für einen gerechten Gerichtsprozess sowie gegen die Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger_innen an das philippinische Justizministerium wendete.

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Werde aktiv für den Menschenrechtsverteidiger Cocoy Tulawie – Nehm jetzt an unserer Online Petition teil!

Der Menschenrechtsverteidiger Temogen „Cocoy“ sitzt mittlerweileseit 3,5 Jahren in Haft. Sein Urteil wird voraussichtlich am 17. Juli in Manila gesprochen. Das bisherige Verfahren verlief nach Ansicht von IPON fair und verhältnismäßig zügig. Dennoch handelt es sich hier um einen Fall politisch-motivierter Kriminalisierung. Das philippinische Justizsystem wird immer wieder missbraucht, um politisch unliebsame Individuen und Organisationen unter willkürlichen und frei erfundenen Anklagepunkten vor Gericht zu bringen. Diese Strategie ist besonders durch die Trägheit der philippinischen Justiz sehr effektiv und hat für die Betroffenen weitreichende sozio-ökonomische Folgen. Vor der Urteilsverkündung fordern wir daher, dass ein faires Urteil gesprochen wird und dass sich der philippinische Staat für die physische Sicherheit Tulawies einsetzt, sollte dieser durch einen Freispruch das Gefängnis verlassen können. Darüber hinaus erwarten wir von der Regierung, dass sie Tulawie als MRV anerkennen und sich der systematischen Kriminalisierung von MRV annehmen, derer Tulawie zum Opfer wurde.

Du kannst uns in unseren Forderungen unterstützen, wenn Du die Online Petition unterzeichnest oder an der Briefaktion teilnimmst. Jede Stimme zählt – Take action for Cocoy!

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Temogen „Cocoy“ Tulawie © TV5-Davao

Informationen zu Cocoy:

Cocoy ist ein aus dem Sulu-Gebiet stammender Menschenrechtsverteidiger. In seiner Heimat setzte er sich beispielsweise gegen die verfassungswidrige Ausrufung des Notstands oder gegen ein diskriminierendes Ausweissystem ein. In seiner Arbeit geriet er oftmals in Konflikt mit lokalen Machthabern. IPON geht davon aus, dass die Anklage gegen ihn politisch motiviert ist mit der Intention, ihn an seiner wichtigen Arbeit zu hindern.

Take action! – Hier die Links:

– Briefaktion: Unterstütze Cocoy, indem Du den Appell ausdruckst, unterschreibst und per Post (bis 26.06.2015) an die philippinische Justizministerin schickst. 20150522_briefaktion-tulawie

– Onlinepetition: Unterstütze unsere Forderung durch Deine Unterschrift bei change.org. Die Unterschriften werden ca. eine Woche vor Urteilsverkündung an die philippinischen Behörden übergeben.

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Midterm-Meeting in Dumaguete, Negros

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Aktuelle Arbeitsscherpunkte in der Projektregion Negros

Wo liegen derzeitige Arbeitsschwerpunkte? Wie soll sich IPON in den jeweiligen Regionen strategisch ausrichten? Und wie kann die Zusammenarbeit zwischen den Regionen intensiviert und verbessert werden? Diese und viele weitere Fragen haben sich IPON-Aktive beim Midterm-Meeting vom 2. – 6. Mai in Dumaguete (Philippinen) gestellt.

Negros

Neben der langen Zusammenarbeit mit der Bauernorganisation Task Force Mapalad (TFM) liegt der Fokus in Negros auf dem Fall Zara Alvarez, einer kriminalisierten Menschenrechtsaktivistin aus Cadiz City. Weil sie sich auf vielseitige Weise für universelle Menschenrechte einsetzte und vom philippinischen Militär begangene Menschenrechtsverletzungen öffentlich machte, wurde Alvarez mit willkürlichen und fabrizierten Anklagen konfrontiert. Sie und weitere politische Aktivisten*innen wurden daraufhin in Untersuchungshaft genommen. 20 Monate verbrachte Alvarez im G efängnis ehe sie auf Kaution entlassen wurde. Ein Prozessende ist nicht in Sicht . Darüber hinaus werden derzeit Fälle aus den Regionen Sicogon und La Carlota verfolgt. Ob und wie IPON hier aktiv werden kann, wird das Team in den kommenden Monaten untersuchen.

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Aktuelle Arbeitsschwerpunkte in der Projektregion Mindanao

Mindanao

Die Kooperation mit der Indigenen-Organisation PADATA steht derzeit auf dem Prüfstand. Noch stehen 39 Anklagen gegen Mitglieder aus. Die jährliche Evaluation der Zusammenarbeit soll Aufschluss darüber geben, ob sich die grundlegende Konfliktsituation verändert hat und wie eine Zusammenarbeit im kommenden Jahr aussehen kann.
Auch in Mindanao setzt sich IPON mit Fällen auseinander, die aus verschiedenen Teilregionen der südlichen Insel an sie herangetragen wurden. Darunter ein Landkonflikt aus San Francisco in der Provinz Agusan del Sur und ein Fall einer Vertreibung lokaler Fischer auf der Insel Samal vor Davao.

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Wie können regionenübergreifende Synergieeffekte erzielt werden?

Neues Arbeitsfeld: Regionenübergreifende Zusammenarbeit

Wegweisend scheint das Treffen vor allem für eine enge regionenübergreifende Zusammenarbeit gewesen zu sein. Der Mordfall Tulid aus der Region Bondoc sowie der noch immer inhaftierte Cocoy Tulawie stehen hier im Mittelpunkt.
Im nationalen Menschenrechtsdiskurs werden Arbeitsrechte mehr und mehr zu einem Schwerpunktthema. Auch in den Philippinen setzen sich Gewerkschaften und Arbeitsrechtler*innen mit Problemen um Zeitarbeitsverträge und Mindestlöhne auseinander. Organisationen, die sich für eine Verbesserung der Arbeitsrechte einsetzen werden daher immer häufiger Opfer von Repressionen und Schikanen. Der Fall des ermordeten Antonio Petalcorin steht stellvertretend hierfür. IPON steht deswegen seit einiger Zeit in engem Kontakt mit der Alliance of Progressive Labour (APL) , mit der eine mandatierte Zusammenarbeit in den nächsten Monaten formalisiert werden soll.

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Abschluss eines ergebnisreichen Arbeitstreffens

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Zu guter Letzt wurde darüber gesprochen, wie Einzelfälle aus den Projektregionen genutzt werden können, um verantwortlichen staatlichen Akteuren auf nationaler Ebene die Systematik hinter Menschenrechtsverletzungen an MRV aufzuzeigen. Diesen Ansatz verfolgt das Anfang des Jahres gestartete Projekt zum Thema „Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger*innen“. Ziel ist es, dass die Regierung wahrnimmt und versteht, wie Kriminalisierung auf unterster Ebene abläuft, welche Konsequenzen es für friedliche Aktivisten hat, wenn sie sich mit langwierigen Gerichtsprozessen konfrontiert sehen und welchen Stellenwert eine aktive Zivilgesellschaft für die Stabilität einer freiheitlichen Demokratie hat.
Nach drei intensiven Arbeitstagen kehrten die Teams mit vielen neuen Ideen und Aufgaben in ihre Regionen zurück und blicken den neuen Herausforderungen der kommenden Monate nun mit Vorfreude und Motivation entgegen!

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Der langwierige Prozess der Zara Alvarez

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Zara Alvarez ist Opfer der Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidigern in den Philippinen, eine seit dem Marcos Regime immer häufiger werdende Methode, welche die Ineffizienz des philippinischen Justizsystems ausnutzt, um die Arbeit von Menschenrechtsaktivisten zu unterbinden.

Politische Gefangene werden zu ‚gewöhnlichen‘ Kriminellen gemacht. Alvarez wurde im Sommer 2014 auf Kaution entlassen. Nun beobachtet IPON den Verlauf ihrer zwei Prozesse zum Raubüberfall und Mord.

Seit Dezember 2014 gibt es kaum Fortschritte in Alvarez‘ Gerichtsverfahren.

Mitte Dezember fuhren wir drei Stunden mit dem Bus nach Sagay, eine Stadt im Norden Negros‘. Dort sollte der erste Pre-Trial zu Alvarez‘ Prozess in der Klage wegen Raubüberfalls stattfinden. Wir trafen Zara Alvarez und ihre Mitangeklagten. Alle waren mit ihren Anwälten aus unterschiedlichen Orten auf Negros angereist, . Das Hearing sollte um 15:00 h beginnen. Nach etwa einer Stunde Wartezeit erschien der Richter und verkündete den Prozess auf den 24. Februar 2015 zu verschieben. Danach fuhren alle unverrichteter Dinge wieder ab.

Am Morgen des 24. Februars erhielten wir Observer eine Nachricht, dass das angesetzte Hearing auf unbekannt verschoben wurde, da das Gericht keinen Richter hat. Ms. Alvarez musste über einen Bekannten, der im Gericht arbeitete herausfinden, ob ihr Hearing tatsächlich stattfindet. Ansonsten wäre es das gleiche Prozedere wie im Dezember gewesen. Alle hätten den Zeitaufwand und die Kosten auf sich genommen, nur um vor Ort zu erfahren, dass das Hearing nicht stattfände.

Alvarez‘ Mordprozess wird in Bacolod verhandelt. Der letzte angesetzte Termin war Anfang Dezember. Damals wurde die Beweislage beider Parteien geklärt. Das nächste Hearing war für den 18. März 2015 angesetzt. Alle waren anwesend als die Staatsanwältin beantragte das Hearing zu verschieben, da sie Befangenheit der Richterin vermutet. Über den tatsächlichen Mordfall wurde nicht gesprochen.

Kurzfristig erfuhren die Observer, dass am 06. Mai nun der Befangenheitsantrag verhandelt werden sollte. Es standen 15 Fälle auf der Tagesordnung. Der Raum war sehr voll und wir verstanden schlecht. Nach etwa einer Stunde wurde Ms. Alvarez‘ Fall behandelt. Die Anwältin von Ms. Alvarez‘ Mitangeklagten Atty. Villamor hatte eine Antwort auf den Befangenheitsantrag am Tag zuvor eingereicht, allerdings behauptete die Staatsanwältin diese nicht erhalten zu haben. Da jede Seite jeweils 10 Tage Zeit hat, um eine Antwort einzureichen wurde auch das für den 20.05. angesetzte Hearing verschoben. Der Termin für Ms. Alvarez‘ nächstes Hearing wurde auf den 02.09.2015 gelegt.

Auch viele der anderen Fälle wurden verschoben – öfters wurde scherzhaft gesagt, das Hearing sei auf Juli verschoben. Im Juli macht das Gericht Ferien.

Ein sechsmonatiger Aufenthalt in den Philippinen als Menschenrechtsbeobachter_in kann eine sehr eindrucksvolle, weiterbringende Lebenserfahrung sein. In sechs Monaten kann eine Menge passieren. Im Prozess von Zara Alvarez gab es keinen Fortschritt. Dadurch befindet sich Alvarez‘ Leben im Wartezustand. Sie kann beispielsweise ein internationales Tribunal in den USA, bei dem ihr Fall vorgestellt werden soll, nicht besuchen, da ihre Anwesenheit bei den Verhandlungen benötigt wird.

Die Mühlen der Justiz drehen sich langsam. 

Dieses Defizit machen sich Akteure in Machtpositionen zu Nutze, um Menschenrechtsaktivisten in ihrer Arbeit zu behindern. IPON spricht von Kriminalisierung der Menschenrechtsverteidiger_innen. Sogenannte John-and-Jane Doe Laws erlauben es einen Haftbefehl auf ‚unbekannt‘ auszustellen. Dadurch können bei Bedarf Namen von Menschen im Nachhinein im Haftbefehl eingetragen werden, die einem Machtakteur im Wege stehen. Die Kaution für geringfügigere Straftaten können sich die Angeklagten meist nicht leisten und bei Straftaten wie Mord gibt es nicht einmal die Möglichkeit auf Kaution freizukommen. Unschuldige Menschenrechtsaktivisten sitzen Tage, Wochen, Monate, gar Jahre in Untersuchungshaft. Die meisten Fälle werden für den Angeklagten entschieden. Doch die Zeit ist verstrichen. Das Geld für den Anwalt gezahlt. Die Kinder, Ehegatten, Mütter, Väter und Freunde gezeichnet.

Die Arbeit der Menschenrechtsverteidiger konnte nicht getan werden.

Seit Dezember befinde ich mich als Menschenrechtsbeobachterin für IPON auf den Philippinen. Das Team Negros arbeitet auf Grund eines Mandatsvertrags mit der Menschenrechtsaktivistin Zara Alvarez zusammen.

Quellen:

Bild DoJ Logo: https://twitter.com/dojph

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