Archiv der Kategorie: TFM

Update 2016

Here a short update about our current work:

TFM: Right now we plan to work on a new case with TFM: Hacienda Dos Hermanos in Manapla. We visited the Area last November- together with Terry from TFM. Half of the hacienda already got redistributed and some of the farmers are Cloa holder but the owner of the hacienda shut off the only road to the plantation and requires that all motorized carts to pay a fee of 1500 PHP -this also applies to tricycles and Emergency Vehicles.We need to figure out now, if the road is private property or public area –which would make the blockade illegal.The DAR had agreed to make this survey in early December – until now nothing happened.On January 30th we will go to the Board Meeting of TFMand ask for updates on the current situation.

BANFFO: On January 14th we visited La Carlota to attend the hearing. It did not take place- when we inquired the reason, we were told by the lawyer of BANFFO that they decided for a settlement with the landowner.The terms of an agreement might include a certain amount of money, a percentage of the land of the Hacienda and to drop all court cases against BANFFO. This decision is not final yet. If they decide for this agreement, BANFFO will stop their CARP Request.On the 27th there will be a meeting with the USEC from the DAR, the lawyerOf BANFFO and the Administration of the Hacienda, where theyDiscuss this future agreement.

PM: We will meet PM this week and discuss our future strategy on the murder case of Panggo. The prosecutor just dismissed the case due to a lack of evidence. Furthermore we want to inquirer the current status.

 

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Auf ein Neues Jahr

Auf Wiedersehen 2013! Willkommen 2014! So unspektakulär lässt sich der Übergang zwischen den beiden Jahren auf der Insel Negros beschreiben. Es ist beileibe nicht so, dass sich in den letzten Monaten nicht einiges getan hätte, noch dass die nächsten paar Monate belanglos zu werden scheinen. Die Atmosphäre gleicht eher einer kurzen Pause zwischen zwei turbulenten Phasen, in der sich die Dinge neu ordnen müssen. Eine Situation, in der sich nicht nur wir als Observer, sondern auch Regierungsministerien und Vertreter der Zivilgesellschaft befinden. Bevor es um den Start ins neue Jahr geht und einem kurzem Ausblick auf die kommenden Monate, lohnt es sich daher einen Rückblick auf das Jahr 2013 zu werfen – besser gesagt die zweite Jahreshälfte.

Source: IPON 2014

Source: IPON 2014

Zusammengefasst war die Zeit aus Sicht des Agrarkonflikts geprägt von offiziellen Versprechen auf Seiten des Präsidenten Benigno S. Aquino III (siehe Blog vom 2. August 2013: https://iponnegros.wordpress.com/), geplanten und doch wieder verschobenen Protestaktionen unserer Partner von TFM, sowie eine über allem hängende Ungewissheit wie sich die im Juni 2014 auslaufende Agrarreform weiter auswirken wird. Positiv kann die geringe Anzahl an Menschenrechtsverletzungen zur Kenntnis genommen werden. Der Trend im Jahr 2013 ging laut Aussagen vieler Farmer und Aktivisten weg von offensichtlichen Gewaltaktionen gegen Menschenrechtsverteidiger und hin zu diversen Verzögerungstaktiken und damit verbundenen Gerichtsverfahren. Dadurch hängen Fälle von Agrarkonflikten lange und kostspielig in der Schwebe, was die Sache vor allem für unsere Partner von TFM beschwerlich macht. Auf der einen Seite gilt es die Rechte auf das eigene Land weiter einzufordern, auf der anderen Seite müssen die langen Durststrecken überwunden werden, in denen es anscheinend keinen Fortschritt zu verzeichnen gibt. Erschwerend kommt hinzu, dass mancherorts andere Akteure aktiv werden und mit vielversprechenden Lösungsdialogen locken. So geschehen durch die Task Force angeführt vom philippinischen Militär im Fall der Hacienda Carmenchika (siehe Blog vom 6. November 2013). Und selbst die umfassenden, von offizieller Seite als „Rationalisierungsmaßnahmen“ bezeichneten Umstrukturierungen des für die Agrarreform zuständigen Ministeriums, dem Department of Agrarion Reform (DAR), welche die Arbeit beschleunigen sollen und die bisherigen Anträge bis zum Auslaufen des CARP im Juni 2014 erfolgreich beenden sollen, lassen viele Kritiker weiterhin zweifeln.

Doch trotz dieser multilateralen Entwicklungen, stand die zweite Jahreshälfte ganz im Schatten nationaler Ereignisse und Tragödien. Den Anfang machte die sich immer weiter in den Sumpf aus Verbrechen und Korruption drehende Spirale des Falles Janet Lim Napoles , besser bekannt unter dem Namen „Pork Barrel Scam“ (siehe Blog vom 19. September 2013). Ein Aufschrei ging durch die Öffentlichkeit als die kriminellen Aktionen diverser Regierungsvertreter ans Licht rückten und die Philippinen für Monate beherrschten, bzw. dies immer noch tun. Die veruntreuten 10 Milliarden Peso (über 162 Millionen Euro) erschütterten den Glauben in die Politik bis ins Mark. Von den diversen Frontseiten der Magazine und Tageszeitungen verdrängt wurde das Thema nur durch das Desaster, welches der Super-Taifun Haiyan/Yolanda über das Land brachte. Besonders die Gebiete im Osten, auf der Insel Leyte waren heftigst von der Katastrophe betroffen. Doch auch auf Negros sorgte der Sturm vor allem im Norden für Chaos. Zerstörte Häuser, eine schwer beschädigte Infrastruktur sowie Ernte- und Fischereiausfälle in Höhe von ca. 275,5 Millionen Peso (umgerechnet ungefähr 4,6 Millionen Euro) machten vor allem der vom Agrarsektor abhängigen Bevölkerung zu schaffen. Unsere Partnerorganisation TFM ist weiterhin dabei, einen umfangreichen Hilfsplan für ihre Mitglieder auf den Großplantagen durchzuführen, der Hilfslieferungen und Wiederaufbaumaßnahmen beinhaltet.

Source: IPON 2013

Source: IPON 2013

So viel zum Thema 2013. Viele der beschriebenen Entwicklungen die in dem abgelaufenen Jahr ihren Anfang nahmen, werfen ihre Schatten voraus. Das Auslaufen des CARP Programms und die damit verbunden Konsequenzen sind für uns als Observer natürlich von besonderem Interesse. Zwei Ereignisse wurden in diesem Zusammenhang bereits erwähnt. Zum einen Präsident Aquino’s Versprechen die Arbeit konsequent zu Ende zu führen, und zum anderen die von der Regierung beschlossenen Umstrukturierungsmaßnahmen für die verantwortliche Behörde, das DAR. Auf dem ersten Blick, scheint es tatsächlich einen politischen Willen zu geben, die Probleme anzugehen und die noch zahlreichen Anträge auf eigenes Land bearbeiten zu wollen. Doch in Verbindung mit den ebenfalls bereits erwähnten Verzögerungen und Gerichtsprozessen, der Ungeduld vieler Farmer und das durch Korruptionsvorwürfe verlorene Vertrauen in die Regierung bleibt es abzuwarten, ob diese Aktionen wirklich Erfolg versprechend sind. In Anbetracht der Tatsachen scheint es nicht verwunderlich, dass TFM und viele weitere Organisationen den Druck auf die relevanten Akteure erhöhen wollen. Ob in Form von Kampagnen, Demonstrationen oder anderweitiger Aktionen, die nächsten Monate versprechen einige höchst interessante Entwicklungen bereit zu stellen.

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Aquino’s SONA – The Aftermath

As the streets of Manila cleared after a particular busy day on Monday – busy even by the high standards of the rowdy Metro area – we take a look back and assess the dominant topic of the week.

It has been quite an eventful past couple of days for us IPON Observers on Negros as well. Amongst Hacienda tours and visits to government officials, we kept a watchful eye on the highly anticipated State of the Nation Address (or SONA, as it is colloquially known in the Philippines) by President Benigno S. Aquino III. Accompanied by violent protests in Manila, including the occasional burning of Aquino-like puppets in the streets of the Capital, the President went on, unimpressed, to deliver his speech. As we pointed out in our last blog, it was a point of great interest amongst many activists whether or not he would address the subject of human rights abuses in the Philippines and the current process of the CARP.  Our partner organisation Task Force Mapalad (TFM) had already announced beforehand that if Aquino would not follow up on his promises to announce measures to curb the ongoing violations of international human rights – or at least acknowledge the very existence of such problems – and bring the CARP Reform to a satisfying conclusion, they would answer with a protest march on Manila. Before we go any further and consider the consequences, let’s take a quick look at the speech itself. President Aquino did indeed not comment on the human rights situation in his country right now. The general focus of the SONA was on economic topics – complete with a great many statistics and numbers to stress the current upward trend – and the pledge to fight corruption and promote transparency. Now, measures to emphasise good governance are indeed noteworthy and their implementation a necessary tool to increase government performance, but surely that is no reason to ignore the other big problems that exist in Filipino society. Violations and abuses of human rights are still very much present and the perpetrators can still be found among state actors. Ignoring this is a fatal sign that arbitrary judgement continues to be an official matter.

Source: Asian Correspondent, www.asiancorrespondent.com

Source: Asian Correspondent, www.asiancorrespondent.com

What Aquino actually did, was to comment on the CARP process. Or, to be more precise, he briefly mentioned the ongoing land reform on his very own Hacienda Luisita and acknowledged delays with regard to the program as a whole. In addition, he had some tips for independent farmers on how they would be able to make some extra income by planting additional crops. The transcript of the relevant paragraph can be read here: 

If there is one topic my name is often associated with, that would have to be Hacienda Luisita. I would like to inform you that back in February, in compliance with the decision of the Supreme Court, the Department of Agrarian Reform has completed the list of qualified beneficiaries for the land in Luisita. According to Secretary Gil de los Reyes, the process to determine the beneficiaries’ lots began last week, and the turnover of these lots will begin in September of this year.

As for other large tracts of land: We have long tasked the DAR, DENR, LRA, and Land Bank to develop a framework for speeding up the parceling out of land. I would like to remind everyone: Correct data is the first step to the orderly implementation of CARPER. But we inherited a land records system that is problematic and defective. This is why, from the start, the DOJ, LRA, DENR, and DAR have worked to fix this system, and now we are at a point where we can guarantee that in the next year, all notices of coverage will have been served for lands covered by comprehensive agrarian reform.

Considering the length of the SONA this brief reference is wholly unsatisfying, both for us as human rights observers, as well as for the farmers affected. Indeed, the process of land segregation at Hacienda Luisita is far from over, with several groups still vying for possession of land. Furthermore, problems with correct data surveys still hamper proper land processing and it remains doubtful that the CARP can be properly finalized within the tight deadline until next year.

The TFM will therefore make their voices be heard and try to get the country’s and the President’s attention when they organise their rally in Manila. Said protest is planned to start in early August and will last as long as the farmers do not receive an appropriate response from the government. We will continue to monitor the situation to make sure that human rights defenders can undertake their protest march actions free from threats or violence.

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SONA 2013 – Great Expectations

Leaving a dusky and rainy weekend behind, the IPON Negros team happily goes into another week in Bacolod.  The sun seems to have awaken from its temporary lethargy and an aura of sunny peace and tranquility has been surrounding the routine in our neighbourhood from very early hours.

For us three, as a brand-new team in Negros Occidental, every Monday is accompanied by the excitement and expectations of new events and activities to come: contacts being forged among the Task Force Mapalad (TFM) Hacienda farmers’ representatives, old cases from former teams being relived and reviewed and discussions raised on potential projects to be launched during the next months.

But today’s Monday is not one like any other.

Today, President Benigno S. Aquino III is holding his fourth State of the Nation Address (SONA) since him entering his role back in May 2010. The SONA is mandated by the 1987 Constitution and is an annual address by the President of the Republic of the Philippines to the Filipinos through a Joint session of the Congress of the Philippines. The speech is being held today at 2pm in the Batasang Pambansa Complex in Quezon, the same venue where Corazón Aquino, the mother of the current President, held her first SONA upon the re-establishment of the Congress in 1987.

Source: Official Gazette of the Republic of the Philippines, http://www.gov.ph/

From the perspective of our mature and well-established European democracies, this annual event may be seen as a mere occasion for the government to highlight its achievements and leave aside any performance failures since last July 2012. However, the overall feeling here in the Philippines today is far different from such a view. There are great expectations and hopes connected to today’s SONA as Aquino is facing a much more demanding audience, eager to obtain palpable results of his numerous promises. Unlike previous SONAs of his presidential term, a standard discourse shaped and tinged by the good intentions after the take-over from the Gloria Macapagal-Arroyo’s administration will not suffice.

One of this demanding social actors is our partner organization TFM, whose next steps and actions, including a possible protest march in Manila in August (s. our blog entry Promised Land) are closely dependent upon the attention paid today by Aquino to land issues and the effective implementation of the Comprehensive Agrarian Reform Programme (CARP, Republic Act NO. 6657 as amended by RA 7881, 7905, 8532 and 9700).

But not only will the speech this afternoon affect TFM’s objectives and priorities and thus indirectly IPON’s agenda in Negros: a protest rally against the SONA and the Aquino government itself has been organized by different filipino and foreign human Rights non-government organizations, community and advocate groups concerned about the human rights situation in the country, all of them coordinated under the umbrella of  the global network International Conference for Human Rights and Peace in the Philippines (ICHRPP).

Human rights violations are expected to constitute one of the issues addressed by the President today, reacting to the demands of these groups for accountability of state crimes such as  extrajudicial killings and enforced disappearance commited mainly by the  military and other state security forces during the previous decade. This, together with the desire for freedom for political prisoners and a stop on militarization of rural communities should require a direct approach by Aquino to the Armed Forces of the Philippines (AFP) and the Philippine National Police (PNP) during his speech today.

As the day moves forward into noon, our expectancy and hopes, too, increase on this regular Monday morning. We look forward to offer you an update,  upon delivery by the President, as soon as the speech is available in English.

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Promised Land

On the occasion of the 25th anniversary oft the Comprehensive Agrarian Reform Program (CARP), Task Force Mapalad (TFM)organized a peaceful protest in line with the non-violent approach upon which the organization relies .

It was back in 1988 when President Corazon C. Aquino launched the CARP. Now, 25 years later, almost 3,000 Human Rights Defenders of TFM gathered at the Lagoon in Bacolod City on June 10 in order to claim their rights.
After marching along the City Hall and the Fountain of Justice  the participants gathered in front of the Department of Agrarian Reform and collectively acclaimed the Government’s president carrying banners with the following motto: „Pinoy, Fulfil your Promises, Pinoy, no more excuses“.
After the protest, TFM had organized a dialogue with several officials of the Department of Agricultural Reform (DAR) to support their claims and demands with arguments and facts. As of today, it has still only be a fraction of the Promised Land that has been transferred to the farmers. This is why they demand from President Benigno Aquino III to keep up to his promises and install the missing lands effectively implementing the agrarian reform program. „We will no longer wait for the president to act; we will move him to action“ says TFM Negros Präsident Alberto Jayme.
Even if those Human Rights Defenders we talked to during the demonstration have high expectations in President Aquino, they are also aware of the fact that „it has been 25 years of the government’s CARP and still vast haciendas remain undistributed“.

Motto: Fulfill your promises

Motto: Fulfill your promises

 Fulfill your promises

Due to this unbearable situation, TFM alredy organized several protests and other actions in the past, such as the hunger strike in Manila last year, which  seeked to remind the President of his poor performance in the area of agrarian reform and agricultural productivity.

The example named above was one of the rare achievements when it comes to major concessions from the President, as he agreed to interact personally with the Human Rights Defenders during a meeting in Manila in June 2012. As a result of that encounter, he made some promises to the protesting TFM-Members. Among other things, he ensured a large annual budget allocation and promised to mobilize the military and the police to guarantee a peaceful installation of Agrarian Reform Beneficiaries (ARB). However, the most important commitment was to „fully implement CARP by 2014“.
In his online short biography President Aquino also acknowledges his „willingness“ to bring the CARP forward: „My hope is that when I leave office, everyone can say that we have travelled far on the right path.“
Regarding his poor balance fulfilling his promises there is not much hope for the Agrarian Reform Beneficiaries and Human rights defenders that he will finally stick to his own believe and accelerate the implementation of the CARP.

TFM waiting in front of the DAR

TFM waiting in front of the DAR

No more excuses

By the time the former President ended his legislature, the Government had in total only distributed a small fraction of land. Summing up the land that was not transferred then plus the land Aquino himself must distribute during his governing period,  he is still in charge to perform the installation of over 1 million hectars of assigned land during his term. Yet until december 2012 he was not even close to this number. The government had distributed only a humble 21% which represents the worst score since the CARP was launched in 1988.

On top of that, the advocacy group Sulong-Carper revealed that the Aquino administration had been trying to cover its failure by pretending to have distributed more land than they had in reality. Sulong-Carper’s letter to President Aquino May 28, 2013 argues that his administration claimed to have distributed 113,866 hectares last year but official records of the Land Registration Authority (LRA) showed that the government only distributed 59,837 hectares.
This is the main reason for the scepticism surrounding the President current promises of 1 million ha. to be installed until the CARP funding expires in June 2014. The prospect is consequently often assessed as remote.
Inspite of this failure, the Department of Agrarian Reform still claims to have „undertaken enough measures and reforms necessary to complete the land distribution“. According to DAR Undersecretary for Operations, Jose Z. Grageda, the DAR „remains optimistic that the balance of „carpable“ lands will be acquired by the DAR and distributed to qualified beneficiaries before June 2016“. Furthermore they presented the recently distributed Hacienda Victoria (Nach einem Jahr warten: Menschenrechtsverteidiger können ihre Felder wieder betreten ) as „part of the DAR´s ongoing efforts“. From the ARB´s perspective, the case Victoria rather represents an exeptional case of succesful installations.
Furthermore, Aquino accepts that some DAR employees who are not in favor of the ARBs do not feel pressured by the government to implement its orders.
The current situation concerns TFM as the June protest march shows: „The DAR´s failure to efficiently pursue its function for several years caused a huge backlog.“ The slow pace of some DAR officers might lead to the assumption that the agrarian institution just wait to be laid off with a compensation payment by the end of the CARP funding.
TFM member Gerry said during the protest: „We do not only hope that the President will stick to his promises but we expect him to act immediately. We are already organizing the next nationwide protest campaign in case Aquino does not react. He must do everything in his power to show that he means business!“
The HRD of TFM have proven once again their commitment to the use of non-violent protest. Like the Protest march in 2011 which was also accompanied by IPON fortunately the protest march was not interrupted by any inconveniences and the HRD were able to protest peacefully.

IPON observing the protest of HRD

IPON observing the protest of HRD

However, IPON is concerned about the insufficient commitment of the DAR and the President towards human rights. As during the process of distribution many land conflicts arise and HRDs are especially endangered a quick implementation of the CARP and a succesfull distribution of land is necessary to improve the human rights situation in Negros Occidental.

 

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Landbesetzung als letztes Mittel: MenschenrechtsverteidigerInnen handeln – staatliche Akteure weiterhin passiv

Der Kampf um das Recht auf Land auf der Zuckerinsel Negros ist oft sehr kräftezehrend und kann sich über Jahre hinweg ziehen. Die derzeitige Situation auf der Plantage „Carmenchika“, gelegen in der kleinen Stadt Pontevedra, verdeutlicht, dass die MenschenrechtsverteidigerInnen (MRV) sogar bereit sind, ihr Leben zu riskieren, um ihre Rechte mit friedlichen Mitteln versuchen durchzusetzen und die verantwortlichen staatlichen Akteure damit endlich zum Handeln zu bewegen.

HRD von Hacienda Carmenchika errichteten ein Zeltlager auf dem besetzten Stück Land.

HRD von Hacienda Carmenchika errichteten ein Zeltlager auf dem besetzten Stück Land.

Nachdem die MRV bereits im Dezember vergangenen Jahres bei einem zweimonatigen Camp Out vor dem Departement of Agrarian Reform (DAR) in Manila ihrem Anliegen Ausdruck verliehen haben und nachdem einige von Ihnen sogar in den Hungerstreik getreten sind, um die verantwortlichen Akteure durch steigende Öffentlichkeit zum Handeln zu bewegen, entschieden sich die FarmerInnen von Carmenchika jetzt, zu einem weitaus gefährlicheren Mittel zu greifen. Aufgrund von Streitigkeiten über das Pachtverhältnis können die FarmerInnen seit Februar 2012 ihr Zuckerrohrfeld nicht mehr betreten und bearbeiten. In den frühen Morgenstunden des 6. Mai besetzten sie das Feld, für das sie bereits seit Jahren einen Landtitel besitzen. IPON-Observer fuhren noch am selben Tag in die Area, um sich ein Bild von der Situation zu machen und mit den MRV zu sprechen. Insgesamt 50 FarmerInnen besetzen derzeit das Land und rechnen damit, dass eine Konfrontation mit der gegnerischen Seite nicht auszuschließen ist. „Wir hoffen, dass es bis zu den Wahlen am 13. Mai vorerst ruhig bleibt. Wir gehen davon aus, dass der Vorarbeiter des ehemaligen Landbesitzers keine negative Presse möchte, da sein Bruder für das Amt des Bürgermeisters amtiert“, sagte uns der Anführer der FarmerInnen. Dies sind jedoch reine Spekulationen, denn die Vergangenheit hat die MRV gelehrt, dass der Vorarbeiter aggressiv und drohend auftritt und Beziehungen zu Security Guards nutzt, um die MRV einzuschüchtern. Dani Gaban, Provinzkoordinator von Task Force Mapalad (TFM), rechnet fest mit Ausschreitungen und Bedrohungen: „Spätestens dann müssen die Akteure aktiv werden und können nicht mehr wegsehen und Menschenrechtsverletzungen ignorieren“, erklärt er IPON die hinter dem Protest liegende, implizite Strategie.

IPON Observer sprachen mit den HRD über ihre Strategie der Landbesetzung

IPON Observer sprachen mit den HRD über ihre Strategie der Landbesetzung

Obwohl mittlerweile das höchste Gericht in Manila, das DARAB, zuständig für Agrarreform-Fälle, den Streit um den im Jahr 2011 ausgelaufenen Pachtvertrag zu Gunsten der FarmerInnen entschieden hat, gab es bis Dato keine offizielle Landübergabe. De facto müsste das DAR auf Grundlage der Entscheidung eine offizielle Landübergabe durchführen. Da bei dieser jedoch die Assistenz von der Polizei und des Militärs rechtlich gefordert ist, scheitert diese Übergabe derzeit. Bisher weigert sich die Polizei der Landübergabe beizuwohnen, da sie sich auf ein noch anhängiges Verfahren vor dem Zivilgericht in La Carlotta beruft: Die Seite des ehemaligen Landbesitzers vertritt die Meinung, dass der abgeschlossene Pachtvertrag nicht zwangsläufig in die Gerichtsbarkeit des DARAB fällt, sondern lediglich ein Vertrag zwischen dem derzeitigen Management und den FarmerInnen ist und folglich zivilrechtlich behandelt werden müsste. Angestellte des DAR, sowie die Organisation TFM, die sich für die Rechte der FarmerInnen einsetzt und auch die MenschenrechtsverteidigerInnen von Carmenchika unterstützt, berufen sich eindeutig auf die im April ausgesprochene und nicht anfechtbare Entscheidung des DARAB.
Und dennoch stellt sich die Frage, weshalb dann das DAR nicht handelt und das Land offiziell übergibt und somit ein klares Statement setzt. IPON sprach mehrmals mit Angestellten des DAR – diese verstecken sich jedoch hinter der Aussage, dass sie ohne die Assistenz der Polizei die Landübergabe nicht durchführen können. Obwohl die Polizei dazu verpflichtet ist Landübergaben zu begleiten, berufen sie sich auf das noch laufende Verfahren in La Carlotta, weil sie eine Anzeige vom ehemaligen Landbesitzer fürchten, wenn sie das Zivilgericht ignorieren.
Nach monatelangen Recherchen und Gesprächen mit den MenschenrechtsverteidigerInnen, Mitgliedern von TFM und auch Angestellten des DAR zeigt sich für die Observer von IPON, dass die Untätigkeit des DAR und der Polizei nicht schlicht auf die komplizierte Lage aufgrund der beiden involvierten Gerichtsbarkeiten zurückzuführen ist. Ein dahinterliegender und scheinbar einflussreicherer Faktor kristallisierte sich mit der Zeit immer mehr heraus: Angst. Angst vor den Machenschaften und einflussreichen Beziehungen des vorherigen Landbesitzers und seiner ihm loyalen Angestellten, deren Kontakte zur lokalen Polizei, zum Bürgermeister und sogar bis hin zu Politikern auf nationaler Ebene reichen (für mehr Informationen zu persönlichen Machenschaften s. IPON-Blog Artikel „Wenn eine Hand die andere wäscht…“ https://iponnegros.wordpress.com/2013/04/23/wenn-eine-hand-die-andere-wascht/). „Aufgrund der persönlichen Verstrickungen und des Einflusses der involvierten AkteurInnen wird die Zuckerrohrplantage Carmenchika auch als „high profile hacienda“ und als „very sensitive area“ bezeichnet. Ein Vorarbeiter des Landbesitzers trägt den Spitznamen des „notorious warlord“, u.a. auch weil er nicht davor zurückschreckt, seinen Willen mit Hilfe von (Waffen-)Gewalt durchzusetzen.
Was bleibt einem als FarmerIn übrig, wenn man sich mit all diesen Umständen konfrontiert sieht? Wenn man davon ausgehen muss, dass die lokale Polizei keine Hilfe ist, weil sie nicht objektiv handelt und von persönlichen Beziehungen beeinflusst ist? Wenn man davon ausgehen muss, dass Angestellte des DAR, deren Aufgabe es ist, die verfassungsmäßig festgeschriebene Agrarreform umzusetzen, selber Angst haben aktiv zu werden? Wenn alle bisherigen Formen des friedlichen Protests seit Monaten im Sande verlaufen? Wenn man weiterhin nicht sein Land betreten und kultivieren kann und somit täglich darum kämpfen muss seinen täglichen Lebensbedarf zu decken? Eine Antwort lieferten die MenschenrechtsverteidigerInnen mit ihrer friedlichen Landbesetzung an diesem Montag.

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Kooperation zwischen IPON und TFM geht weiter

Am 6. April trafen sich VertreterInnen von IPON und Task Force Mapalad, um den Mandatsvertrag für ein weiteres Jahr zu verlängern. Für weitere Infos über Inhalt und Ablauf siehe http://verteidiger-verteidigen.de/.

Unterzeichnen des Mandatsvertrags.

VertreterInnen von IPON und TFM unterzeichnen den neuen Mandatsvertrag für das kommende Jahr.

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