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2. Advent: Die Geschichte von Hacienda Mulawin (IPON)

05.

Der 5. Dezember. “Pakjesavond” in den Niederlanden, Nikolaus. Zuvor jedoch an mir die Aufgabe, den zweiten Advent mit einem ersten Adventskalender-Artikel über unsere Arbeit hier zu füllen. Zwar arbeiten wir nicht in einem klassischen Konfliktgebiet, doch haben auch wir angesichts mancher uns hier begegnender Schicksale einen Kloß im Hals und fragen uns, wie es dazu kommen kann, dass Menschen so unmenschlich handeln.

Tiefe Sorgenfalten.

So erging es mir ganz persönlich beispielsweise auf Hacienda Mulawin, im Norden „unserer“ Zuckerinsel Negros.
Den dortigen Bauern könnte es eigentlich sehr gut gehen. Sie haben erkannt, dass ökologische Landwirtschaft, in Kombination mit klassischem Zuckerrohranbau, ertragreich und gut für die Böden ist. Verschiedene Organisationen haben sie mit Mikrokrediten und Setzlingen unterstützt. Doch war die Bauerngruppe, die wir im September dieses Jahres erstmalig trafen, alles andere als eine wohlhabende, glückliche kleine Gemeinschaft. Sie haben keine Ahnung, wie lange sie das wenige Land, das sie überhaupt bebauen können, noch verteidigen können. Ihr Alltag gleicht einem unfairen Kampf um den sie nie gebeten haben.

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Besorgnis und Sandsäcke auf Hacienda Mulawin

Besorgte Gesichter und Sandsäcke zeugen vom Ernst der Lage.

Besorgte Gesichter und Sandsäcke zeugen vom Ernst der Lage.

In den vergangenen Wochen hat sich eine neue Hacienda zu unseren Tätigkeitsfeldern hier auf Negros hinzugesellt. Die seit einigen Jahren als Hacienda Mulawin bekannten Ländereien in der Nähe von Sagay  fungieren als TFM-Model-Farm, auf der neben dem allgegenwärtigen Zuckerrohr und Reis auch biologisch produzierter Mais, Mungo-Bohnen und weitere, diversifizierte Gemüsesorten angebaut werden. So erübrigt sich übermäßiges Düngen und die Böden werden vor Auslaugung geschützt. Insgesamt 23 Hektar Land werden mit gutem finanziellen Erfolg von einer Kooperative von Landtitel-Besitzern bebaut. Doch der friedliche Schein trügt.

Bei unserem Besuch auf Hacienda Mulawin vor einigen Wochen wurde bald deutlich, wo die Probleme liegen – und, wie zu oft, klingen sie uns bekannt in den Ohren. Drei von zehn Landtiteln der Bauern-Kooperative wurden im Jahr 2003 durch das Landwirtschaftsministerium installiert. Die übrigen ihnen zustehenden Felder können die Bauern weder betreten noch bebauen; der Administrator der Ländereien hat eigens bewaffnete Sicherheitskräfte eingestellt, um sie von den umstrittenen Flächen fernzuhalten. Die vergangenen Jahre zeugen von den Problemen rund um die Landverteilung. Echte Ruhe ist etwas, das die ansässigen Bauern schon lange nicht mehr kennen.

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Von Arbeit und Untätigkeit…

Die vergangenen Wochen waren gewissermaßen ein Wirbelwind der Eindrücke für uns „Frischfleisch“.
Zuerst war da Manila, das Kennenlernen der alten Teams, erste Treffen mit Vertretern von NGOs und staatlicher Stellen. Und zwischendurch immer wieder der vergebliche Versuch, sich im Straßengewirr der Hauptstadt zurecht zu finden. Die Fährfahrt nach Bacolod, unserem neuen Zuhause, war eine willkommene Ruhepause und vermittelte uns erste landschaftliche Aussichten auf die bunte Inselwelt der Philippinen sowie interessante Begegnungen mit Einheimischen an Bord des Schiffes.

Getreu dem Motto „no rest for the wicked“ ging es im Anschluss nach einer einzigen Nacht in Bacolod auf zur Hacienda Agueda, um einige der Akteure unserer Arbeit in der „Area“ kennenzulernen. Nach einer Nacht in Bäuerin Rosas Haus auf der Hacienda im Schatten von Negros’ Hausvulkan Mt. Canlaon folgten einige Tage des häuslichen Einrichtens in Bacolod.

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