Monatsarchiv: Juli 2015

IPT announces verdict – Aquino and Obama found guilty of human rights abuses

It is now exactly one week ago, that farmers, laborers and activists marched through the streets of Manila announcing the verdict: President Benigno S. Aquino and the US government are found guilty of committing a whole range of human rights violations against the Philippine people. This was the outcome of the International People’s Tribunal (IPT) that was convened in Washington, D.C. this July 16 to 18. On the agenda: 262 documented cases of extra-judicial killings, 27 forced disappearances, 125 accounts of torture, 1016 illegal arrests and 60155 forced evacuation, all of which happened in the period between July 2010 and June 2015.

Among the cases discussed is the illegal arrest of Zara Alvarez, our long-term mandate partner, who was arrested in 2011 after uncovering numerous violations committed through members of the Armed Forces of the Pthhilippines. Considered a political prisoner she was detained for two and a half years but with the help of IPON achieved temporary liberty on bail in 2014. During her testimony at the IPT Zara said “I fear for my safety. But I continue to do my advocacy. But with extra precaution“.

While the verdict pronounced by the IPT has merely moral and symbolic strength, it can serve as a reminder to the Aquino administration and other perpetrators of human rights violations that their actions do not go unnoticed. In fact the enormous amount of evidence gathered at the IPT together with the expert evaluations and the assessment through human rights lawyers can be considered a solid basis for future prosecution of these crimes. The conveners of the IPT – the National Lawyers Guild, the International Coalition for Human Rights in the Philippines, the International Association of Democratic Lawyers and IBON International – will furthermore pass on the verdict to the two indicted governments, the United Nations and other International Organizations. It remains to be seen what effect this will have on the situation of individual human rights defenders such as Zara Alvarez, who still faces two trumped up charges against her.

For the full verdict click here.

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Freispruch für Menschenrechtler Tulawie: Pressemitteilung

Prozessbeobachtung beendet (Tulawie rechts; IPON-Beobachter links)

Prozessbeobachtung erfolgreich beendet (Tulawie rechts, IPON-Beobachter links)

Der Menschenrechtsverteidiger Cocoy Tulawie wurde gestern nach über 1283 Tagen im  Gefängnis vom Gericht freigesprochen – in allen beiden Anklagepunkten.  Seit Anfang 2013 begleitet IPON Herrn Tulawie im Gefängnis und während des Gerichtsverfahrens.

Pressemitteilung (vom 20.07.2015)

Philippinen: Menschenrechtsverteidiger „Cocoy“ Tulawie freigesprochen!

hier: pdf

Nach mehr als dreieinhalb Jahren wurde der philippinische Menschenrechtsverteidiger Cocoy Tulawie gestern vom Gericht in Manila freigesprochen. Philippinische und deutsche Menschenrechtsorganisationen begrüßten das positive Urteil.

Nach dem Freispruch: Menschenrechtsverteidiger Tulawie (mitte) mit Frau und Tochter

„Das ist ein unglaublicher Erfolg für Cocoy, seine Mitstreiter und Familie, jetzt ist er endlich frei. Wir hoffen, dass dieses Urteil auch eine Signalwirkung für weitere Fälle von kriminalisierten Menschenrechtsverteidiger_innen in den Philippinen hat“, sagt Johannes Richter von der Menschenrechtsorganisation International Peace Observers Network (IPON) erfreut.

Der Fall von Temogen ‚Cocoy‘ Tulawie stand beispielhaft für die Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger_innen in den Philippinen. Tulawie ist Begründer der Menschenrechtsorganisation BAWBUG in Mindanao und hat sich im Rahmen von verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen für die Demokratisierung lokaler Politik, Transparenz in der Regierung und für die Aufrechterhaltung der Bürgerrechte im Sulu- Gebiet engagiert. Seine Kampagnen enthüllten zahlreiche Menschenrechtsverletzungen, begangen durch die lokale Regierung. IPON geht davon aus, dass die Anklage gegen ihn politisch motiviert war, mit der Intention ihn an seiner Arbeit zu hindern. Gleichzeitig handelt es sich hier auch um politisch-motivierte Kriminalisierung, die weit verbreitet in den Philippinen ist.

„Das philippinische Justizsystem wird immer wieder missbraucht, um politisch unliebsame Individuen und Organisationen unter willkürlichen und frei erfundenen Anklagepunkten vor Gericht zu bringen. Diese Strategie ist besonders durch die Trägheit der philippinischen Justiz sehr effektiv und hat für die Betroffenen weitreichende sozio-ökonomische Folgen“, führt Johannes Richter weiter aus.

IPON beobachtete, neben der EU, mithilfe von freiwilligen Menschenrechtsbeobachter_innen den Gerichtsprozess und startete im Juni eine Online Petition, die sich für einen gerechten Gerichtsprozess sowie gegen die Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger_innen an das philippinische Justizministerium wendete.

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