Rückkehr zur Normalität

Die Lage auf Hacienda Teresita-Jison scheint sich beruhigt zu haben. Ein Besuch am Donnerstag zeigte für einen „Kenner“, dass die Bedrohungen – wenn auch noch existent – so doch nicht mehr so akut zu sein scheinen wie noch vor zwei Monaten. Es wird nachts nicht mehr patrouilliert und die Zeugen des ersten Mordes bewegen sich tagsüber frei auf der Hacienda. Das Leben geht weiter. Neue Projekte wurden und werden in Angriff genommen, wie z.B. ein schon lange geplantes Badezimmer, das nun hinter dem Haus zu bewundern ist. Kein Duschen mehr im Fluss, sondern ein stabiles Bambushäuschen, wo man tatsächlich von Privatsphäre sprechen kann…

 
Die staatlichen Akteure erledigen ihre Pflichten weiterhin regelkonform. Ein Besuch beim Staatsanwalt in San Carlos zeigt, dass der erste Mordfall gerade beim „Clerk of Court“ liegt. Dieser wird den Fall nächste Woche an das Regionalgericht weiterverweisen, welches dann sofort die Haftbefehle ausstellen wird. Wir bekamen eine Telefonnummer, so dass wir einfach per Telefon nachverfolgen können, wie der Stand der Dinge gerade ist. Natürlich ist der Prozess von Anzeige bei der Polizei -> Fallüberweisung an den Staatsanwalt -> erste Untersuchung -> Fallweiterleitung ans Gericht -> Austellung der Haftbefehle sehr langsam. Dennoch sind wir guten Mutes, dass dieser Fall irgendwann einmal einen gerechten Abschluss findet und vor allem die Staatsangestellten zeigen, dass Menschenrechte, wie z.B. das Recht auf ein gerechtes Gerichtsverfahren und Gleichheit vor dem Gesetz, in den Philippinen eingehalten werden (können). /mf/

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Aktuelles, Hacienda Teresita

2 Antworten zu “Rückkehr zur Normalität

  1. Danke für die Informationen -:))

    Es ist immer wieder schön, gute NAchrichten zu hören, gleichgültig wie klein oder wie groß die Schritte sind.

    Möge IPON für sich und die Unterstützten weiter auf diesem Pfad wandeln.

    Herzliche Grüße aus dem herbstlichen Norddeutschland

    Jörg Poedtke

  2. Anna

    Nicht schlecht, ein halbes Jahr nach dem Mord am 16.Mai können die verbliebenen Beschuldigten dann mal festgenommen werden…

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