Monatsarchiv: August 2010

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In den letzten Tagen liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit schon auf der Vorbereitung der Einarbeitung der Neuen. Dabei fühlt es sich noch gar nicht so an, als ginge es so bald schon zurück nach Deutschland. Die Datenbank, Arbeitshandbuch und Haciendaprofile werden aktualisiert, die einführenden Workshops überarbeitet, Termine gesucht und gefunden, Inhalte abgesprochen. Darüber hinaus gilt es strategische Überlegungen zu machen und Entscheidungen zu treffen.

Welche Arbeiten werden das neue Team in der Anfangszeit erwarten?

Werden Sie einen Report verfassen? Über das referral-system etwa, dessen fehlende rules of implementation dazu führen, dass es sich dabei um eine gesetzlich verankerte gute Idee ohne konkrete Auswirkungen auf  die tatsächliche Rechtsprechung handelt. Ein Gesetz, dessen Nichtumsetzung anscheinend die Bauern systematisch benachteiligt. Lässt sich eine solche systematische Benachteiligung nachweisen?

Vielleicht wäre es drängender, Sie schreiben über die Bedrohungen, denen Menschenrechtsverteidiger des TFM, aufgrund ihres Engagements ausgesetzt werden?

Natürlich wird das neue Team von uns ihre Arbeit eigenständig gestalten, doch es macht Sinn, die Einführung – neben den allgemeinen Informationen – zu nutzen um auf spezialisiertere Fragestellungen vorzubereiten. Dafür haben wir zwei Wochen Zeit, dann bleibt nur noch Mira als die, die sich auskennt. Erste Vorarbeiten zu einem Report werden wir jetzt auch noch leisten.

Vor der Ankunft von Eline Bakker und Arne Poedtke, am 04. September 2010, wird das alte Team die Fahrt nach Manila nutzen um erneut persönlich mit den nationalen VertreterInnen der verschiedenen Behörden zu sprechen und auf eine Lösung der Konflikte zu insistieren. Auch das will vorbereitet sein.

Seltsam, das so bald schon die Rückfahrt ansteht. /ah/

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Eingeordnet unter Aktuelles, Alltagsleben

Fortschritte für Agueda

Die Hoffnung auf ein Ende, oder zumindest eine Milderung des Konflikts auf Hacienda Agueda wächst. Die Pläne für ein „final survey“ werden immer konkreter. Mit dem „final survey“ würde das Land unter den Bauern in individuellen Privatbesitz aufgeteilt. Bislang besitzen sie noch einen kollektiven Landtitel. Vielversprechend erscheint uns hier, dass das für den Zeitraum der Landübergabe eine Präsenz von verschiedenen Staatsakteuren, u.a. Vertretern des Agrarreformministeriums und Polizei vorsieht. Diese sollen sicherstellen, dass die faktische Landinbesitznahme der Bauern, die wiederholt aus ihren Feldern vertrieben wurde, gelingt. Für die Zeit nach dem einwöchigen „survey“ ist die Polizei um die Errichtung eines Aussenpostens angefragt worden, für die Sicherheit vor Ort und um Störungen und Wiederholungen der gewaltsamen Besitzabnahmen zu verhindern.

Bislang steht jedoch, unserem Erkenntnisstand nach, die offizielle Zusage von der nationalen Polizei noch aus, dass der Aussenposten errichtet wird. Der zuständige Beamte des Agrarreformministerium, PARO Felix Servidad, sei jedoch diesbezüglich sehr optimistisch und plane bereits einen festen Termin für das Vorhaben. Demnach sei Ende August/Anfang September als Übergabezeitraum ins Auge gefasst worden.

Leider handelt es sich dabei um einen Zeitpunkt, zu dem wir uns in Manila befinden, um Neuankömmlinge in unserem Team zu begrüssen und Termine mit nationalen Vertretern der jeweiligen Ministerien wahrzunehmen. Noch hoffen wir, dass die Planungen von PARO Felix Servidad sich – nach philippinischer Sitte – um einige Tage nach hinten verschieben, so dass wir die Möglichkeit haben, zu diesem wichtigen Ereignis gezielt präsent sein zu können. /ah/

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Träge Tage

Müde haben sich die letzten Tage vorbeigeschlichen, durchbrochen nur tropische Krankheiten wie einer Mandelentzündungen. Zwischendrin  zaghafte Arbeitsversuche, ein wenig Privatvergnügen und einen Besuch aus Deutschland. Gerade zu dem Zeitpunkt, als wir unbedingt wieder eine Rücksprache mit dem Koordinator unserer Partnerorganisation nötig hatten um neue Pläne zu schmieden wurde erst seine Tochter krank und dann erwischte eine Grippe ihn und den Rest der Familie. Gespräche mit anderen TFMler_innen führten nicht zu umsetzungsfähigen großenIdeen. Für einige Tage bewegt sich fast nichts mehr, erst jetzt kommt langsam wieder etwas Schwung in die Arbeit und konkrete Planungen entstehen für die letzten Wochen. Verzeiht uns also, dass wir solange schwiegen. Bald gibt es sicher wieder mehr zu erzählen.

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